Nicht einzusehende Milchpreissenkung
KR Walter Winkler fordert Berufsvertretung und Molkereien auf, die Milchpreisreduktion abzuwenden.
Aufgrund der aktuellen Milchpreissenkung muss folgende Milchmädchenrechnung angestellt werden:
Vor 40 Jahren kostete eine Kiste Bier 60 Schilling und der Liter Milch dem Konsumenten ca.9 Schilling.
Während sich der Preis für das Bier mehr als vervierfacht hat, liegt der Milchpreis nahezu am gleichen Niveau. Das Bier wurde einer Inflationsanpassung unterzogen, wo bleibt diese Inflationsanpassung bei der Milch.
In Österreich werden ca. 120 Liter Bier pro Kopf und ca. 80 Liter Mich pro Kopf verbraucht und es ist erstaunlich, dass sich niemand über steigende Bierpreise aufregt, die Milch aber immer im Mittelpunkt der Diskussion steht. Unsere Bauern brauchen einen fairen Preis für ihre Produkte.
Die aktuellen Milchpreissenkungen sind nicht nachvollziehbar und daher werden die Berufsvertreter und Molkereien aufgefordert, sich mit voller Kraftanstrengung einzusetzen, damit eine Milchpreisreduktion abgewendet werden kann.
Als letzte Konsequenz sollte eine Koppelung der Gehälter der Funktionäre und Geschäftsführer in den Genossenschaften angedacht werden, damit jeder die Kompetenz der Betroffenheit am eigenen Leibe spürt.

