FPK freut sich über großen Erfolg bei Landwirtschaftskammer-Wahl
Als einen großen Erfolg für die Freiheitlichen bezeichnen FPK-Parteiobmann DI Uwe Scheuch und LWK-Vizepräsident Peter Suntinger in einer Pressekonferenz im Anschluss an den FPK-Parteivorstand das gestrige Ergebnis der Landwirtschaftskammerwahl. Dabei konnte die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft einen Zugewinn von über 6 Prozent der Stimmen auf 23,71 Prozent erreichen. Scheuch: "Wir haben von allen Parteien am meisten gewonnen, einen zweiten Vorstandssitz erreicht und werden dies als Bestätigung und Auftrag nehmen, unsere konstruktive, aber sehr kritische Arbeit in der Kammer fortzusetzen. Es zeigt die Wahlbeteiligung aber, dass eine große Verdrossenheit mit der Arbeit der Kammer herrscht und dass viele der Wahlberechtigten auch gar kein Interesse an der Ausübung ihres Wahlrechts haben, weil sie mit der Landwirtschaft an und für sich nichts zu tun haben. Das schreit direkt nach einer Reform des Wahlrechts." Er könne sich durchaus vorstellen, so Scheuch weiter, dass nur jene wahlberechtigt sein sollten, die tatsächlich eine Kammerumlage zahlen würden, dass das Credo "1 Mensch - 1 Stimme" verstärkt Berücksichtigung finden solle und dass man zur Verbesserung der Wahlbeteiligung auch Instrumente wie z.B. die Briefwahl überlegen müsse.
Auch Peter Suntinger freut sich über das Wahlergebnis, zeigt aber
sofort Verbesserungsmöglichkeiten auf. "Wir haben immer weniger
Betriebe, aber der Apparat bleibt gleich? Das kann nicht sein. Die
Landwirtschaftskammer muss um 75 Prozent geschrumpft werden. Außerdem
muss man über die Zwangsmitgliedschaft diskutieren. Denn wenn die
Arbeit gut und im Sinne der Bauern wäre, bräuchte man diesen Zwang ja
nicht. Das zeigt ja leider schon, woher der Wind weht." Die Stimmung
unter den Freiheitlichen in den Gemeinden habe schon während des
Wahlkampfes auf ein gutes Ergebnis hingedeutet, und das habe
letztendlich auch den beispiellos großen Unterschied beim
Mitteleinsatz des Bauernbundes mehr als wett gemacht, so der
freiheitliche Vizepräsident der LWK.
Bemerkenswert ist für Suntinger aber ebenso der Verlust der SPÖ, die
- anders als in den Medien oft skizziert - keinen Aufwärtstrend,
sondern mit ihren monatelangen Negativkampagnen ganz offensichtlich
sogar Schiffbruch erlitten hätten. Man werde als Freiheitliche und
Unabhängige Bauernschaft künftig weiter mit konstruktiven Vorschlägen
arbeiten und nach dem Motto "Lebt der Bauer, lebt das Land" für den
Erhalt einer wirtschaftlich gesunden und eigenständigen Bauernschaft
in Kärnten kämpfen, kündigt Suntinger an.

